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Diskussion über die Zeitungslandschaft in Münster

Diskussion über die Zeitungslandschaft in Münster

dju Bezirksfachgruppe Münsterland

Eine Diskussion über unabhängigen Journalismus, eine kritische lokale Presse und die Suche nach Alternativen in der Medienlandschaft gibt es am Montag, 15. Juni, 19.30 Uhr im Lesesaal der Stadtbücherei, Alter Steinweg 11 in Münster. Es sprechen Jan Feddersen, taz-Redakteur für besondere Aufgaben, und Ruprecht Polenz, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der CDU (1994 – 2013) und Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates. Die Moderation hat Andrea Blome. Die Diskussion ist eine Veranstaltung des Vereins debatte und des Vereins in Gründung Die Andere Zeitung in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung NRW. Der Eintritt ist frei. Sitzplatzreservierung ist möglich unter: info@debatte-muenster.de

Die Zeitungslandschaft in Deutschland und anderswo steht enorm unter Druck. Rückläufige Abo-Zahlen und geringere Anzeigenerlöse prägen die vergangenen Jahre. Die Folgen der Krise sind Zeitungsaufgaben, Fusionen, Schließungen und Reduzierungen des Angebots. Das gefährdet die Rolle der „vierten Macht“ im Staate, der des unabhängigen Journalismus. Die vierte Gewalt oder Macht wird als informeller Ausdruck für die öffentlichen Medien, wie Presse und Rundfunk, verwendet, die durch Berichterstattung und öffentliche Diskussion das politische Geschehen beeinflussen können. (nach Wikipedia)

Mit dem Zeitungssterben reduziert sich das Angebot für die kritische Kontrolle von Staat und Gesellschaft. Und in einem Land oder einer Stadt gibt es dann oft nur noch eine veröffentlichte Sichtweise und Meinung. Diese Entwicklung zeigt sich auch in Münster. Mit der Übernahme der Münsterschen Zeitung durch die Westfälischen Nachrichten gibt es faktisch nur noch eine Meinung im Printbereich. Wird dieses für immer so bleiben. Oder ist es möglich im Internet eine neue unabhängige lokale und vor allem professionelle Berichterstattung zu etablieren.

11. Juni 2015

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