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Beschwerde über Westfälische Nachrichten beim Presserat

Beschwerde über Westfälische Nachrichten beim Presserat

dju Bezirksfachgruppe Münsterland

Mit der Berichterstattung der Westfälischen Nachrichten (WN) wird sich am 15. September der Beschwerdeausschuss 2 des Deutschen Presserates beschäftigen. Ein Beschwerdeführer hat gegenüber dem Deutschen Presserat einen Verstoß gegen Ziffer 7 des Pressekodex (Trennung von Werbung und Redaktion) in der Berichterstattung der WN moniert. Danach muss eine klare Trennung von redaktionellen Texten und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken gewährleistet sein. Sollte der Presserat der Auffassung des Beschwerdeführers folgen, wird eine Rüge gegen die WN ausgesprochen, die auch in der Zeitung selbst publiziert werden muss.

Es geht um eine Serie mit diversen Mobilitätskonzepten in Münster und der Region im Lokalteil Münster der Westfälischen Nachrichten. Unter den Seiten waren Anzeigen von ausgerechnet den Unternehmen, die auch im Text vorkamen und teilweise mit Zitaten gewürdigt wurden. Entweder gab es zuerst die Anzeigen und dann den Text oder umgekehrt. Jedenfalls waren die redaktionellen Seiten nicht als Anzeige oder Sonderveröffentlichung markiert. Das wäre presserechtlich noch das Mindeste gewesen, so der Beschwerdeführer.

Die Entscheidungen des Presserates werden veröffentlicht.

Im Presserat sitzen gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Verlegerverbände und der Journalistengewerkschaften dju in ver.di und DJV. 

(AZ:0221/15/2/-BA)

27. Juli 2015

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