dju in NRW

DuMont schließt "Köln.tv"

DuMont schließt "Köln.tv"

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

dju: Wo bleibt die soziale Verantwortung?

Am Mittwoch wurde bekannt, dass der lokale TV-Sender Köln.tv schließen muss. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di NRW fordert daher ein klares Bekenntnis des Medienhauses DuMont Rheinland zu seiner sozialen Verantwortung für alle rund 30 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„In den bisherigen Veröffentlichungen von DuMont Rheinland ist die Rede davon, dass lediglich Auszubildende und Volontär/innen weiter innerhalb der DuMont-Mediengruppe arbeiten können. Wie die beruflichen Perspektiven der übrigen Kolleginnen und Kollegen aussehen, dazu schweigt DuMont bislang“, kritisiert Udo Milbret, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der dju NRW.

„Wir erwarten, dass DuMont den Mitarbeiter/innen, die sich in den vergangenen Monaten beim Aufbau von Köln.tv engagiert haben, andere Beschäftigungsmöglichkeiten zu fairen Konditionen anbietet, etwa bei den genannten  mobilausgerichteten Angeboten mit großem Bewegtbild-Anteil von Express und Kölner Stadt-Anzeiger."

Es reicht nicht aus, dass der Vorstand der DuMont-Mediengruppe und insbesondere der Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Bauer die Einstellung des Programms lediglich bedauert und der Belegschaft wortreich seinen Dank ausspricht“, so Milbret.

25. Februar 2016