dju in NRW

Und Action: Streiken für guten Journalismus!

Und Action: Streiken für guten Journalismus!

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen
5 Prozent Tamara Pohl Fünf Prozent

Vor der vierten Verhandlungsrunde setzen wir ein Zeichen für mehr Geld und die Attraktivität von Zeitungsjournalismus

Am 15. Juni findet in Düsseldorf die vierte Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten statt. Seit Ende 2015 sind die Tarifverträge über Gehälter, Honorare und Pauschalen für Freie gekündigt. Seit fünf Monaten drücken sich die Verleger vor einem fairen Tarifabschluss, der mit der Gehaltsentwicklung in anderen Branchen mithalten könnte. Ihr Angebot: zwei Prozent mehr Geld über 24 Monate. Die dju in ver.di fordert für Honorare und Pauschalen für Freie fünf Prozent plus. Und: Für Berufseinsteiger sollen die Gehälter um mindestens 200 Euro steigen.

Zeitungstarife für guten Nachwuchs

 In dieser Tarifrunde geht es um die Zukunft. Während die Verleger in der Tarifverhandlung mal wieder ihr Wehklagen vom enger zu schnallenden Gürtel anstimmen, entscheidet sich der Nachwuchs immer häufiger gegen den Berufseinstieg bei einer Tageszeitung: Ein extrem fordernder Job und die im Vergleich zu anderen Branchen nicht mehr wettbewerbsfähige Bezahlung passen für junge Journalisten nicht zusammen. Die Berufung zum Journalismus und der Berufsweg führen auseinander. Das wollen wir ändern! Der Zeitungsjournalismus der Zukunft muss neben einer erfüllenden Tätigkeit auch eine attraktive wirtschaftliche Lebensgrundlage bieten!

Redakteure wurden seit 15 Jahren von der allgemeinen Tarifentwicklung abgehängt

Kaum ein Tarifbereich hat bei der Gehaltsentwicklung in den letzten 15 Jahren schlechter abgeschnitten, als der Tageszeitungsjournalismus. Während die Tarife der Gesamtwirtschaft seit 2000 im Durchschnitt um über 36 Prozent gestiegen sind, waren es in Zeitungsredaktion nur 22 Prozent, die Inflation war mit knapp 24 Prozent sogar höher. Dieser Reallohnverlust lässt den Beruf schlecht aussehen. Die Verleger wollen diesen Trend erklärtermaßen fortsetzen. Die dju in ver.di hält dagegen und ruft zur Beteiligung am Streik für spürbare Tariferhöhungen auf.

Streik: Es ist Zeit, für guten Journalismus zu kämpfen!

Vor der nächsten Verhandlungsrunde müssen Taten folgen: Ein akzeptables Tarifergebnis wird es nur geben, wenn wir Druck machen! Druck auf die Verleger-Vertreter: Tageszeitungsjournalismus ist es wert, die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen, die immer mehr leisten, sind es wert, das machen wir deutlich, mit Streiks, Protesten und Aktionen.

Misch Dich ein in dieser entscheidenden Phase der Tarifauseinandersetzung und beteilige Dich: Du bist es wert, Dein Beruf ist es wert!

Mehr zur Tarifrunde: . . .

9. Juni 2016