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ver.di kritisiert geplante Kürzung der muttersprachlichen Sendungen

ver.di kritisiert geplante Kürzung der muttersprachlichen Sendungen

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

Als „Fehlentscheidung“ hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Pläne des WDR kritisiert, die muttersprachlichen Sendungen der multikulturellen Radiowelle Funkhaus Europa zu kürzen. Die geplante Programmreform sieht für die fremdsprachlichen Sendungen eine Reduzierung der Sendestunden um 50 Prozent und eine Verlegung der Sendezeiten im Radio auf nach 20 Uhr vor.

Durch den WDR-Programmausschuss wurden die Sparpläne vergangenen Donnerstag (25.02.) bereits abgesegnet. Nun steht noch eine endgültige Abstimmung im WDR-Rundfunkrat aus, die auf kommenden Montag, den 7. März, terminiert ist.

dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß kritisierte die Kürzungspläne bei Funkhaus Europa vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund. „Wir brauchen mehr Sprachen- und Kulturvielfalt statt weniger, denn das ist der Schlüssel für eine gelungene Integration, bei der den Medien und vor allem den öffentlich-rechtlichen Medien eine herausragende Rolle zukommt. Angesichts dieser Herausforderung wäre es fatal, das Funkhaus Europa abzubauen.“

Haß kündigte an, man werde alle unterstützen, die den WDR zwingen wollen, diese Fehlentscheidung zu korrigieren. Darüber hinaus appellierte sie mit Blick auf die Abstimmung kommenden Montag an die Vernunft der Gremienmitglieder, die muttersprachlichen Programme im Funkhaus Europa zu erhalten.

Kontakt: Christof Büttner, 0175.22 51 635

3. März 2016