dju in NRW

Lokalfunker demonstrieren gegen stockende Gehaltsverhandlungen

Lokalfunker demonstrieren gegen stockende Gehaltsverhandlungen

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

Ein guter erster Aufschlag für den aufkommenden Protest gegen die stockenden Verhandlungen in der Gehaltstarifrunde ist am Samstag in Oberhausen gelungen: Kolleginnen und Kollegen von Lokalfunksendern aus ganz NRW folgten dem gemeinsamen Aufruf von ver.di und DJV NRW und zeigten ihren Unmut darüber, dass die Verhandlungen schon seit sechs Monaten nicht entscheidend vorankommen.

Mit zahlreichen Plakaten formierten sie ein Spalier des Protests vor dem Eingang des TZU in Oberhausen, wo sich Chefredakteure und Vorstände der Veranstaltergemeinschaften des Lokalfunks NRW zu einer Tagung trafen. Sie sendeten so ein klares Signal, dass sie das Angebot der Arbeitgeberseite, eine Erhöhung der Löhne und Gehälter unterhalb der Inflationsrate, als Geringschätzung empfinden.

Ein Dialog mit den Vertretern der Veranstaltergemeinschaft kam in Gang, eine vierköpfige Delegation der Protestierenden konnte in der Konferenz ihr Anliegen vorbringen. Dass die Veranstaltergemeinschaften die Forderungen der Gewerkschaften mit Verständnis und Wohlwollen aufnahmen, nutzt aber wenig, wenn sie sich in den Tarifverhandlungen nicht auch dafür verwenden. Die Beschäftigten der Lokalfunksender sollten deshalb die Mitglieder ihrer Veranstaltergemeinschaften ansprechen und ihnen klarmachen, wie unzureichend die Angebote der Arbeitgeberseite bislang noch sind.

Die Gewerkschaften fordern die Arbeitgeberseite an dieser Stelle der Verhandlungen auf, sich für einen schnellen, fairen Abschluss des Gehaltstarifvertrags einzusetzen. Sechs Monate ergebnislose Verhandlungen sind mehr als genug.

14. Oktober 2017