dju in NRW

100 Journalistinnen und Journalisten streiken in Ostwestfalen-Lippe

100 Journalistinnen und Journalisten streiken in Ostwestfalen-Lippe

dju Ostwestfalen-Lippe

Gut 100 Journalisten Journalistinnen und Journalisten der Tageszeitungen in Ostwestfalen-Lippe haben sich an einer Kundgebung und einem anschließenden Demonstrationszug durch die Bielefelder Innenstadt beteiligt. Sie haben für einen Tag ihre Arbeit unterbrochen, um den Verhandlungsdelegationen der Gewerkschaften in der Tarifauseinandersetzung mit dem Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) den Rücken zu stärken. Die Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di fordert fünf Prozent mehr Geld für fest angestellte sowie für freie Redakteure, mindestens aber 200 Euro für Berufseinsteiger.

Die Tarifverhandlungen werden am heutigen Dienstag (19. April) in Berlin forgesetzt. Der Tarifvertrag ist bereits zum Ende vergangenen Jahres ausgelaufen. Zu Arbeitsniederlegungen und Aktionen kam es auch in Bayern und Baden-Württemberg. In Stuttgart, Mannheim, Oberndorf und Ludwigsburg bekräftigten Streikende ebenfalls ihren Unmut über die Geringschätzung ihrer Tätigkeit durch die Verlage. In Nürnberg versammelten sich Beschäftigte der Nürnberger Zeitung und der Nürnberger Nachrichten, um aus Anlass der Tarifverhandlungen in einer Veranstaltung über den Wert des Journalismus zu diskutieren.

Streik der Journalistinnen und Journalisten in Bielefeld. dju OWL Demonstrationzug durch die Niedernstraße in Bielefeld.

Der Verhandlungsführer der dju in ver.di und stellvertretende ver.di-Vorsitzende, Frank Werneke, machte zu Beginn der Verhandlungsrunde  in Berlin deutlich, dass die Arbeitsunterbrechungen ein „klares Signal“ an den BDZV seien, sein Angebot nachzubessern: „Die heutigen Streiks und Aktionen sind ein erfreulicher Auftakt. Sie zeigen: Es gibt einen deutlichen Nachholbedarf in den Redaktionen. Dem kommt der BDZV mit seinem Angebot in homöopathischen Dosen nur knapp über der Nulllinie nicht nach. Mit ihren Streiks und Aktionen machen die Kolleginnen und Kollegen klar, dass sie sich damit nicht abspeisen lassen. Qualität als wesentlicher Maßstab für den Erfolg einer Zeitung hat ihren Preis.“

Ansprechpartner: Frank Bell, dju-Bezirksvorsitzender
Tel.: 05 21 - 3 93 00 77, Mobil: 01 70 - 5 61 90 37

19. April 2016

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