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Antrittsbesuch der neuen Eigentümer bei der Münsterschen Zeitung

Antrittsbesuch der neuen Eigentümer bei der Münsterschen Zeitung

dju Bezirksfachgruppe Münsterland

Der Verlag Aschendorff, in dem u.a. die Westfälischen Nachrichten erscheinen, darf die Münstersche Zeitung (MZ) mit ihren Redaktionen in Münster, Greven und Steinfurt übernehmen. Dies hat gestern das Bundeskartellamt bekannt gegeben.

Auf einer Betriebsversammlung heute im Verlagshaus der Münsterschen Zeitung in der Neubrückenstraße haben sich die neuen Eigentümer der MZ, die Verleger der Westfälischen Nachrichten, Eduard und Dr. J. Benedikt Hüffer, den etwa 80 betroffenen Mitarbeiter aus Redaktion, Anzeigenverkauf und Vertrieb vorgestellt. Thilo Grikschat, bislang noch in der Geschäftsleitung des Westfalen-Blatts tätig, an deren Holding der Verlag Aschendorff mit 24,9 Prozent beteiligt ist, soll zukünftig zusammen mit dem derzeitigen Verlagsleiter Christian Kretschmer die MZ Medien Holding leiten. Für die MZ nahmen der Dortmunder Zeitungsverleger Lambert Lensing-Wolff sowie sein Geschäftsführer Christoph Sandmann an der Belegschaftsversammlung teil.

Eine klare Weiterbeschäftigungsgarantie für die Beschäftigten wurde nicht abgegeben. Unklar bleibt auch, wie viele Beschäftigte lang- und mittelfristig nach der Fusion ihren Arbeitsplatz behalten werden. In Arbeitsgruppen sollen jetzt die Details der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen den Redaktionsstandorten in Münster und Dortmund besprochen werden. Den Mantel wird die MZ wie bisher von den RuhrNachrichten aus Dortmund beziehen. Mit der vom Kartellamt genehmigten Sanierungsfusion sind sämtliche Beschäftigungsverhältnisse in Redaktion, Anzeigenbereich, Lesermarkt und Zustellung/ Logistik ohne inhaltliche Änderung auf die Unternehmensgruppe Aschendorff übergegangen.

Die Gewerkschaft dju in ver.di Münsterland kritisiert die Bündelung von Meinungsmacht, die sich durch die Sanierungsfusion unter dem Dach des Verlagshauses Aschendorff ergibt. "Wir können nur hoffen, dass die beiden Verleger mit ihrer Meinungsmacht verantwortungsvoll umgehen und sich ihrer sozialen Verantwortung gegenüber der Belegschaft bewusst sind", so Dr. Frank Biermann, Vorsitzender der dju in ver.di Münsterland. 

2. September 2014

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