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dju fordert 5,5 Prozent mehr Geld für Tageszeitungsredakteure

dju fordert 5,5 Prozent mehr Geld für Tageszeitungsredakteure

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in Ver.di fordert für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen sowie für Freie und Pauschalisten 5,5 Prozent mehr Geld. Der bisherige Gehaltstarifvertrag kann zum 1. August gekündigt werden. Auch Online-Journalisten sollen künftig nach den Redakteurs-Tarifverträgen bezahlt werden. Das hat die dju-Tarifkommission beschlossen, an der auch mehrere Vertreter aus Ostwestfalen-Lippe teilgenommen haben.

Einen Tag nach der dju-Konferenz meldete sich auch der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken zu Wort. Der Journalisten-Verband hat noch keine Gehaltsforderung beziffert. Konken vermengt in seiner Erklärung den Gehaltstarif-Konflikt mit einer eventuelle ab Jahresende drohenden Auseinandersetzung um den Manteltarifvertrag. Der kann erst zum 1. Januar 2014 gekündigt werden. Während es offensichtlich die Absicht der Verlegerverbände ist, Gehalts- und Manteltarifdiskussion zu vermischen, will die dju zunächst erst eindeutig die Gehaltsfrage geklärt wissen.

Der Sozialpolitische Ausschuss des Bundesverbandes deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der die Tarifpolitik der Arbeitgeberseite maßgeblich bestimmt, hatte sich bereits Mitte Februar mit einem verbalen Generalangriff auf die Tarifverträge positioniert. Die Verträge sollen nach dessen Meinung nur noch "Mindestarbeitsbedingungen" "sichern". Was der BDZV darunter versteht, die Verträge "dringend den veränderten Arbeitsbedingungen anzupassen" hatte er bei der vergangenen Auseinandersetzung 2011 deutlich gemacht: Die Redakteurinnen und Redakteure sollen dafür bezahlen, dass die Verlagsmanager seit Jahren das Internet verkannt und die Veränderungen verschlafen haben sowie die journalistischen Angebote vielfach kostenlos oder zu Billigpreisen verschleudern.

14./17. März 2013

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