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Warnstreiks in Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet und Rheinland

Warnstreiks in Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet und Rheinland

dju Ostwestfalen-Lippe

In dem seit Wochen schwelenden Tarifkonflikt zwischen Tageszeitungsverlegern, Redakteurinnen und Redakteuren sowie Freien Mitarbeiter/innen hat die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di gemeinsam mit dem DJV in Nordrhein-Westfalen zu Warnstreiks angerufen. In Ostwestfalen legten heute zirka 120 Journalistinnen und Journalisten von zehn Unternehmen ganztägig die Arbeit nieder. Betroffen sind das Haller Kreisblatt, Die Glocke, die Lippische Landes-Zeitung, die Neue Westfälische, das Westfalen-Blatt sowie dessen Tochterunternehmen Zeitungsverlag für das Hochstift Paderborn und Panorama-Verlag-& Werbeges. mbH., das Mindener Tageblatt sowie dessen Tochterunternehmen Mindener Tageblatt Online/Service GmbH und Vlothoer Anzeiger.

Journalistenstreik in Minden dju OWL Journalistenstreik in Minden

Vor dem Verlagshaus des Mindener Tageblattes, Obermarktstraße 26 - 30, trafen sich zunächst die Streikenden aus Ostwestfalen-Lippe. Gegen die Unternehmensleitung laufen verschiedene Verfahren vor dem Arbeitsgericht wegen Verstößen gegen Kündigungsschutz, gegen die Nichteinhaltung der Sozialauswahl bei Kündigungen, wegen des Verstoßes gegen den Kündigungsschutz von Betriebsratsmitgliedern und mehr. Nach der Kundgebung fuhr ein Teil der Streikenden gemeinsam weiter nach Hannover, um dort die Kolleginnen und Kollegen im Arbeitskaompf zu unterstützen.

Parallel zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die 14.000 Betroffenen am Mittwoch (18. Dezember) in Berlin soll es auch im Ruhrgebiet und im Rheinland zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen kommen. Zum Warnstreik aufgerufen sind Redakteurinnen und Redakteure der Titel Bild (Redaktionen in NRW), Der Patriot, Bonner General-Anzeiger, Bonner Rundschau, Dattelner Morgenpost, Express, Hellweger Anzeiger, Kölner Stadtanzeiger, Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung, Stimberg Zeitung, Rheinische Post, Waltroper Zeitung, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Iserlohner Kreisanzeiger, Marler Zeitung, Recklinghäuser Zeitung, Westdeutsche Zeitung, Hertener Allgemeine und Westfalenpost.

Die dju in ver.di fordert für die Tageszeitungs-Redakteurinnen und -Redakteure sowie für Freie und Pauschalisten 5,5 Prozent mehr Geld sowie die Einbeziehung von Onlinern in den Geltungsbereich der Tarifverträge und eine Modernisierung der Ausbildung für Tageszeitungsredakteurinnen und -redakteure.

Die Tageszeitungsverleger wollen dagegen eine Kürzung des Urlaubsgelds und der Jahressonderleistung. Der Urlaubstageanspruch soll darüber hinaus eingefroren und für Neueinzustellende auf 30 Tage reduziert werden. Die Journalistinnen und Journalisten bekämen nach Jahren des Reallohnverlustes eine Einmalzahlung für 2014 und dann erst eine Gehaltserhöhung von maximal 1,4 Prozent, während es für viele Redakteurinnen und Redakteure insbesondere im Norden eine komplette Nullrunde bis mindestens Ende 2015 geben soll.

17. Dezember 2013

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