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Tarifvertrag jetzt für die ganze Westfalen-Blatt-Gruppe

Tarifvertrag jetzt für die ganze Westfalen-Blatt-Gruppe

dju Ostwestfalen-Lippe

Mit einiger Verspätung endet in Ostwestfalen die Tarifauseinandersetzung um die Mantel- und Gehaltstarifverträge für Journalisten an Tageszeitungen. Im April hatten sich die Gewerkschaften und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bundesweit auf neue Vereinbarungen verständigt. Im August erst hatten die Verleger im Norden den neuen Verträgen zugestimmt. Jetzt gelten die Absprachen auch für die drei Firmen der Westfalen-Blatt-Gruppe, die nicht vom BDZV vertreten werden. Der neue Firmentarifvertrag ist rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft getreten.

Demonstration vor der Geschäftsstelle des Westfalen-Blattes auf dem Jahnplatz in Bielefeld, Teaser Dirk Toepper Demonstration vor dem Westfalen-Blatt

Der Zeitungsverlag für das Hochstift Paderborn GmbH (Westfälisches Volksblatt), die Herforder Kreisblatt Busse GmbH & Co. KG sowie die Panorama Verlags- und Werbegesellschaft mbH (Herausgeber zahlreicher Anzeigenblätter) haben mit dem der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft (ver.di), der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in deren Landesfachbereich Medien, sowie mit dem Deutschen Journalistenverband (DJV) einen neuen Firmentarifvertrag abgeschlossen. Der frühere Firmentarifvertrag war im Sommer vergangenen Jahres zum 31. Dezember 2013 gekündigt worden, im Gleichklang mit der Kündigung des Manteltarifvertrages für die Tageszeitungsredaktionen durch den BDZV.

Die neue Vereinbarung übernimmt im Wortlaut den Gehaltstarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen, den Tarifvertrag über das Redaktionsvolontariat an Tageszeitungen, den Tarifvertrag über die Altersversorgung für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen sowie den Tarifvertrag über vermögenswirksame Leistungen für Redakteure und Redaktionsvolontäre an Tageszeitungen, den Tarifvertrag über Einführung und Anwendung rechnergesteuerter Textsysteme, den Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen und den Tarifvertrag zur Förderung der freiwilligen Altersvorsorge für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen.

Für den Manteltarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen wird die erste Möglichkeit einer Kündigung vorgezogen. Der gesamte Firmentarifvertrag kann mit einer Frist jeweils zum Jahresende, erstmals zum 31. Dezember 2015, schriftlich gekündigt werden. Der bundesweit geltende Manteltarifvertrag kann erst frühestens zum 31. Dezember 2018 gekündigt werden.

1. Oktober 2014

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