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Weihnachtsgeld ist keine Selbstverständlichkeit

Weihnachtsgeld ist keine Selbstverständlichkeit

dju Ostwestfalen-Lippe
Feste Zuwendung statt milder Gabe! ver.di Weihnachtsgeld

Viele, die sie bekommen, empfinden die Zahlung als selbstverständlich. Doch so selbstverständlich ist das Weihnachtsgeld nicht. Bezahlt wird es vorzugsweise in Betrieben, deren Beschäftigte nach Tarifverträgen entlohnt werden. Und je mehr Beschäftigte in der Gewerkschaft organisiert sind, um so wahrscheinlicher ist es, dass Weihnachtsgeld gezahlt wird. Freiwillig, das lehrt auch in anderen Fällen die Erfahrung, geben Unternehmensleitungen ihren Mitarbeitern nur selten ein höheres Gehalt.

1952 setzte die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), heute Teil der Gewerkschaft ver.di, erstmals einen Tarifvertrag über eine "Weihnachtszuwendung" durch. 1954 erstritt die Industriegewerkschaft Metall das tarifvertraglich gesicherte Weihnachtsgeld für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie. Es folgte 1971 das Bankgewerbe, und 1974 setzte die Industriegerkschaft Druck und Papier, heute ebenfalls Teil der Gewerkschaft ver.di, für die Druckindustrie das vertraglich verankerte Recht auf die "tarifliche Jahresleistung" durch. Im Einzelhandel gelang dies erst 1980.

Weihnachtsgeld ist dabei keine Zusatzleistung, sondern Bestandteil eines Jahresgehaltes, mit dem jeder Beschäftigte im Tarifbereich rechnen kann. Letztlich wurde es erkauft mit Gehaltsabstrichen, die sonst als Zuwachs zum Monatsentgelt durchgesetzt worden wären. Mehr: . . .

29. November 2014

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