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Streit um die Sendefrequenzen von BFBS

Streit um die Sendefrequenzen von BFBS

dju Ostwestfalen-Lippe

"Gerangel um BFBS-Frequenzen" titelt die Neue Westfälische einen Bericht über das absehbare Ende des British Forces Broadcasting Service (BFBS) in Deutschland. Die Briten wollen ihre Truppen abziehen - und damit verliert der Sender seinen Auftrag. Seit dem 29. Juli 1945 produziert er in der einstigen Besatzungzone seine Sendungen für britische Soldaten und deren Angehörige.

Das ausschließlich englischsprachige Programm ist standortnah und damit nur noch in Teilen des einstigen Sendegebietes zu hören. Mit dem weiteren Abzug werden örtlich nach und nach Übertragungsfrequenzen frei, auf die auch der von Tageszeitungsverlegern beherrschte kommerzielle Rundfunk in Nordrhein-Westfalen gehofft hatte. Doch stattdessen hat die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) im Januar entschieden, bereits freie Frequenzen an den deutsch-türkischen Radiosender Metropol FM der rheinland-pfälzischen Verlagsgruppe Schaub zu vergeben.

In Ostwestfalen-Lippe sendet BFBS noch auf unbestimmte Zeit auf der Frequenz 103,0. Die Abzugspläne der gegenwärtigen britschen Regierung sehen angeblich vor, dass die Truppen von der Insel Deutschland bis 2020 zu verlassen. "Ich glaube nicht, dass 103,0 an Radyo Metropol geht", zitiert die NW Uwe Wollgram, den Geschäftsführer der Bielefelder ams (Audio Media Service), Radio-Produktionsgesellschaft der ostwestfälisch-lippischen Zeitungsverleger.

Wollgramm "hätte die Frequenz 103,0 in Ostwestfalen gern für das von Radio Gütersloh produzierte Jugendradioprogramm deinfm owl genutzt", berichtet die Tageszeitung.

Die Frequenz werde nach Ansicht von Wollgramm dem Deutschlandradio zugesprochen, das "in Ostwestfalen-Lippe unterversorgt ist. Die bisher von Deutschlandradio genutzten Sendeplätze könnten dann an Metropol weitergegeben werden", heißt es im Bericht. Wollgramm rechnet mit Klagen abgewiesener Bewerber: "Diese frei werdenden Frequenzen werden in den nächsten Jahren nicht genutzt." Mehr:  . . .

25. Februar 2015

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