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Shitstorm gegen das Westfalen-Blatt

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Shitstorm gegen das Westfalen-Blatt

dju Ostwestfalen-Lippe

Das Anzeigenblatt OWL am Sonntag, das zur Bielefelder Verlagsgruppe Westfalen-Blatt gehört, hat mit seiner Ausgabe vom 17. Mai 2015 einen Shitstorm im Internet ausgelöst. Ursache ist eine Empfehlung in der Kolumne "Guter Rat am Sonntag". Darin gibt eine Diplom-Psychologin einem Vater den Hinweis, seine beiden Töchter (6 und 8 Jahre) nicht an der Hochzeitsfeier seines homosexuellen Bruders teilnehmen zu lassen.

Als sich die Kritik an dieser Ansicht im Internet verbreitete, versuchte Ulrich Windolph, Redaktionsleiter des Westfalen-Blattes, mit einer Stellungsnahme die Wogen zu glätten. Er erreichte aber eher das Gegenteil, wie die Kommentar selbst unter seinem eigenen Beitrag zeigen.

Der Stern kritisiert das Westfalen-Blatt Stern Der Stern kritisiert das Westfalen-Blatt

Was als Tweet begann, wurde von etlichen Online-Redaktionen aufgegriffen und weiterverbreitet. Dass dabei das Handelsblatt das Anzeigenblatt OWL am Sonntag im Vorspann zum "Amtsblatt" adeltet, lässt die Hektik vermuten, die den Kampf um die Klickzahlen umgibt.

Der Stern nahm sich des Themas gleich zweimal an. "Westfalen-Blatt macht alles nur noch schlimmer" tadelt die Hamburger Illustrierte am Abend die Stellungnahme von Windolph.

19. Mai 2015

Nachtrag 1: Das Medienportal Meedia befasst sich in einer hintergründigen Betrachtung mit der Kritik am Westfalen-Blatt und der Reaktion aus dessen Chefredaktion: Das Westfalen-Blatt im Homophob-Shitstorm – ein Fallbeispiel, wie man es besser nicht macht. Mehr:  . . .

20. Mai 2015

Nachtrag 2: In einem Bericht der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel "Ich kann nichts Homophobes an meinem Text finden" kommt die bisherige Kolumnistin des  Westfalen-Blattes zu Wort. Mehr: . . .

22. Mai 2015

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