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Lokalfunker fordern 5,8 Prozent mehr Gehalt

Lokalfunker fordern 5,8 Prozent mehr Gehalt

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

Selbstbewußt ziehen die Lokalfunker in NRW in die anstehenden Tarifverhandlungen. "5,8 Prozent - wir sind dabei" - unter diesem Motto wollen die Lokalfunk-Mitarbeiter im Münsterland ihre Kolleginnen und Kollegen in den anderen Landesregionen ermuntern, sich aktiv an den Gehaltstarifverhandlungen im Lokalfunk zu beteiligen.

Die Journalisten-Gewerkschaften DJV und dju in ver.di fordern in den anstehenden Tarifverhandlungen 5,8 Prozent mehr Gehalt, zwei weitere Berufsjahrstaffeln und den Einstieg in eine Altersvorsorge. Seit Jahren hinken die Lokalfunker den Gehaltssteigerungen hinterher. Im Bundesdurchschnitt sind die Gehälter in den vergangenen zehn Jahren um 26,7 Prozent gestiegen, die Gehälter im Lokalfunk nur um 12,1 Prozent. Im Vorfeld der ersten Verhandlungsrunde am 19. April 2012 trafen sich Vertreter der Journalistengewerkschaften in den Veranstaltergemeinschaften der Münsterlandsender mit Lokalfunkern aus der Region.

"Wir wollen die Kolleginnen und Kollegen mit einem Bündel von Maßnahmen über unsere nur zu berechtigten Forderungen informieren", betont Sascha Fobbe, zweite Vorsitzende des Landesverbands des Deutschen Journalistenverbands (DJV) und Mitglied der Tarifkommission.

In Münster sammelten die Teilnehmer Ideen, wie Lokalfunker in Nordrhein-Westfalen sich in die Tarifverhandlungen einbringen und die Verhandlungsmacht der Tarifkommission stärken können. Eine Idee: Eine Facebook-Gruppe mit dem Namen "5,8 Prozent - wir sind dabei" zu gründen. Die Prozentzahl steht für die Gehaltsforderung der Gewerkschaften, "wir sind dabei" heißt beziehungsreich ein früherer Slogan der Lokalradios. "Wir müssen die Kolleginnen und Kollegen früh und ausführlich darüber informieren was die Forderungen für sie bedeuten und auch immer aktuell auf dem Laufenden über die Verhandlungen halten", zieht Frank Biermann, vom geschäftsführenden Vorstand der dju NRW ein erstes Fazit aus dem Treffen. "Die meisten Betriebsgesellschaften in NRW machen gute Gewinne, es ist an der Zeit, dass auch die Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg der Lokalradios in NRW teilhaben", betonte Biermann.

14. März 2012