dju NRW

"Sozial sowie medienpolitisch unverantwortliches Vorgehen"

"Sozial sowie medienpolitisch unverantwortliches Vorgehen"

dju Westliches Westfalen

Der Plan der WAZ, das de facto Aus der WR sang und klanglos durch zu setzen, ist nicht auf gegangen. Ich gebe zu, wir haben selber unsere Mobilisierungskraft unterschätzt und mit vielleicht 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gerechnet. Ich bin aber davon überzeugt, dass die drei Herren in Essen von der Bereitschaft für die WR auf die Strasse zu gehen, erst recht überrascht waren.

Innerhalb von etwas mehr als zwei Tagen mobilisierten wir rund 1.500 Menschen. Unter ihnen viele Leserinnen und Leser aber auch Kolleginnen und Kollegen anderer Zeitungstitel und des WDR.
Jetzt gilt es die Kraft der Straße zu bündeln und auf zu greifen, um so das sozial sowie medienpolitisch unverantwortliche Vorgehen der WAZ-Geschäftsführung zu verhindern.

Sterben die WR-Redaktionen, stirbt die mediale Vielfalt und mit ihr der gute Journalismus.


Kürzlich fragte sich Frank Schirrmacher, FAZ-Herausgeber im Feuilleton: "Wie kann eine Gesellschaft ohne guten Journalismus überleben?" Die rhetorische Frage beantwortet er kurz und knapp: "Gar nicht".

Den Kampf gegen das Aus der Westfälischen Rundschau müssen wir also als einen gesellschaftlichen Kampf begreifen und auch führen!

Roland Geisheimer
2. Vorsitzender der dju in Ver.di Westliches Westfalen

19. Januar 2013