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Insolvenz für Westfälische Rundschau

Insolvenz für Westfälische Rundschau

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"Die Westfälische Zeitungsverlag GmbH & Co. KG (WZV) hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt." Dies teilt die Funke Mediengruppe mit. Als Begründung muss eine Entscheidung des Bundeskartellamtes herhalten. Dies hatte dem Essener Konzern untersagt, seine Zeitungstitel im Raum Dortmund an den Verlag Lensing (Ruhr-Nachrichten) zu verkaufen. Der Westfälische Zeitungsverlag GmbH & Co. KG ist Herausgeber der Westfälischen Rundschau. Die meisten Redakteurinnen und Redakteure der Zeitung hatte die Funke Mediengruppe im Frühjahr 2013 vor die Tür gesetzt.

Nachdem Ende August bekannt wurde, dass der Essener Insolvenzrechtler Dr. Helmut Balthasar die Geschäftsführung der Zombiezeitung übernehmen sollte, war bereits über das baldige endgültige Ende der WR spekuliert worden. "Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wird der neue Geschäftsführer der WZV, der Sanierungsfachmann Dr. Helmut Balthasar von der Sozietät Görg, operativ verantworten. Aufgabe von Herrn Dr. Balthasar und dem Insolvenzverwalter wird soweit wie möglich die Verwertung von Vermögensgütern sein", heißt es in der aktuellen Mitteilung der Mediengruppe.

"Der Insolvenzantrag ändert nichts an unserer Bewertung. Die Voraussetzungen der Sanierungsfusion lagen nicht vor, da eine Insolvenznähe der sieben Lokalausgaben nicht feststellbar war", hat sich Andreas Mundt, Präsident des Kartellamtes, gegenüber dem Medienportal newsroom.de geäußert. "Die Westfälische Zeitungsverlag GmbH ist in ihrer jetzigen Form nicht mehr und nicht weniger als Transaktionsvehikel, ohne operatives Geschäft und eigene Angestellte. Aus ihr heraus werden die fraglichen Lokalausgaben nicht betrieben.", zitiert Bülend Ürük den Kartellamtspräsidenten. Mehr: . . .

26. September 2014