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2,3 Prozent mehr Gehalt für Beschäftigte im NRW-Lokalfunk

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2,3 Prozent mehr Gehalt für Beschäftigte im NRW-Lokalfunk

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

Die Tarifvertragsparteien im Lokalfunk NRW konnten sich auf folgendes Ergebnis einigen: Die Gehälter werden linear zum 1. Dezember 2014 um 2,3 Prozent und zum 1. Februar 2016 um weitere 2,2 Prozent erhöht. Der Tarifvertrag gilt ab 1. September 2014. Er kann erstmals zum 30. April 2017 mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Die Tarifvertragsparteien werden im letzten Quartal 2016 Termine für das erste Quartal 2017 zur Aufnahme von Verhandlungen noch im ungekündigten Zustand verabreden. Ebenfalls wurden einige Änderungen des Manterstarifvertrags vereinbart. Die Gewerkschaft ver.di wird ihren Gremien das Tarifwerk zur Zustimmung vorlegen. Als Widerrufsfrist ist der 25. Juli 2014, 12.00 Uhr, vereinbart.

16. Juli 2014

 

Tarifeinigung im Lokalfunk

Wochen vor Ablauf des gültigen Gehaltstarifvertrags haben sich die Tarifgemeinschaft Lokalfunk NRW und die Gewerkschaften DJV-NRW und ver.di auf Gehaltserhöhungen geeinigt. Ab dem 1.12.2014 erhalten die rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nordrhein-westfälischen Lokalfunkstationen linear 2,3 Prozent mehr Gehalt. Zum 1.2.2016 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,2 Prozent.

Die Laufzeit des neuen Gehaltstarifvertrags beträgt 32 Monate, er endet im April 2017. Bereits Ende 2016 sollen dann erneute Verhandlungen zum Tarifvertrag stattfinden und dadurch Leermonate verhindert werden.

Auch der Manteltarifvertrag wird endlich unbefristet wieder in Kraft gesetzt. Die Arbeitgeber hatten ihn nach der letzten Gehaltstarifrunde 2012 gekündigt und während der Verhandlungen zur betrieblichen Altersvorsorge nur befristet wieder eingesetzt. Das Hin und Her hat nun ein Ende gefunden. Der Manteltarifvertrag kann erstmals zum 30. September 2017 wieder gekündigt werden. Damit sind wichtige Leistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder die Arbeitszeit für die nächsten Jahre sicher. Die Regelungen zur Befristung wurden hingegen etwas gelockert und an die aktuelle Rechtsprechung angepasst.

Auch der Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge gilt ab diesem Jahr: Die Arbeitgeber geben nun ihre Einsparungen bei den Sozialversicherungen an die Beschäftigten weiter. Arbeitgeber sparen Sozialabgaben, wenn Mitarbeiter von ihrem Bruttogehalt Geld in die Altersvorsorge stecken. Das können – je nachdem, wieviel Mitarbeiter selbst einzahlen – bis zu 600 Euro im Jahr sein. Dieses Geld bekommen die Mitarbeiter rückwirkend ab dem 1.1.2014 gutgeschrieben – egal, ob sie bereits in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlen oder diese 2014 neu abschließen.

Die Gewerkschaften freuen sich, dass die Arbeitgeber dieses Mal die Verhandlungen frühzeitig aufgenommen und auf konstruktive Art und Weise verhandelt haben. "Wir sind froh, dass der Manteltarifvertrag nun wieder unbefristet gilt und die Hängepartie der letzten Jahre beendet ist. Mit den Gehaltserhöhungen von insgesamt 4,5 Prozent können wir zufrieden sein", erklärt ver.di-Verhandlungsführer Christof Büttner. Die Verhandlungsführerin des DJV-NRW, Dr. Anja Zimmer, betont: "Das Gesamtpaket ist gut, auch weil damit endlich ein Einstieg in die Altersvorsorge erreicht wurde. Wir haben so eine langfristige Sicherung für die Beschäftigten im Lokalfunk erreicht."

Die zuständigen Gremien der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände müssen dem Verhandlungsergebnis noch zustimmen.

18. April 2014