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Westfälische Rundschau: Funke soll Zahlen offenlegen

Westfälische Rundschau: Funke soll Zahlen offenlegen

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

Diese Resolution wurde einstimmig beschlossen bei der Delegiertenkonferenz der Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen der dju am 27. September 2014 in Düsseldorf:

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Das Modell der Zombie-Zeitung hatte und hat keine Zukunft. Das Sterben der Westfälischen Rundschau war absehbar, nachdem die Funke Mediengruppe glaubte, eine Tageszeitung ohne Journalisten den Kunden anbieten zu können. Das war Betrug am Leser und Selbstbetrug der Verantwortlichen in der Geschäftsführung des Medienkonzerns.

Der Insolvenzantrag ist eine Folge der langjährigen verfehlten Geschäftspolitik der Mediengruppe, nicht ein Ergebnis der Entscheidung des Bundeskartellamtes. Das Kartellamt hat einen weiteren Leserbetrug verhindert, der nur dazu gedient hätte, die wirtschaftliche Ausbeute zu veredeln, ohne Meinungsvielfalt zu bieten.

Die Funke-Gruppe behauptet, es seien keine Beschäftigungsverhältnisse betroffen, weil es bei der Westfälischen Rundschau keine Redakteure mehr gibt. Gibt es keine Zeitungszusteller, Anzeigenverkäufer, Verlagsangestellte und Drucker, die für die WR tätig sind? Zeitung ist mehr als nur ihre Redaktion.

Die Landesfachgruppenkonferenz der dju in ver.di fordert die Geschäftsführer der Funke Mediengruppe auf, die wirtschaftliche Entwicklung mit Zahlen, und zwar nicht nur zur Auflage und den Anzeigenverkäufen, zu belegen.

27. September 2014