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Tarifgehalt für Onliner am Content Desk der Funke Mediengruppe

Tarifgehalt für Onliner am Content Desk der Funke Mediengruppe

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

Nach vielen schlechten Nachrichten aus der Funke Mediengruppe mal eine gute: Das Unternehmen wird seine Online-Redakteure und -Redakteurinnen als Teil des Content Desk zukünftig nach Tarif bezahlen - wie bisher nur die  Printredakteurinnen und Redakteure der Tageszeitungen. "Die Eingliederung der Online-Redakteure in den Content Desk ist ein logischer und konsequenter Schritt. Print und Online arbeiten heute schon eng verzahnt zusammen", lässt sich Thomas Kloß, Chefredakteur Online und Chefredakteur des Content Desk, zitieren. Zur Funke Mediengruppe gehören in Nordrhein-Westfalen die Neue Ruhr / Neue Rhein Zeitung (NRZ), Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Westfälische Rundschau (WR) und die Westfalenpost (WP).

Die dju in ver.di begrüßt diesen Schritt, ist es doch auch eine der wesentlichen Forderungen der Tarifauseinandersetzung vor einigen Monaten gewesen, bei der Print- und Online-Journalisten aus vielen Betrieben gemeinsam auf die Straße gegangen sind. "Es ist ein Ziel der dju, auch für Online-Mitarbeiter eine tarifsichere Bezahlung durchzusetzen", erklärt Corina Lass, Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes der dju. Die Entscheidung der Funke-Gruppe sei ein richtiger Schritt, der Weg damit aber noch nicht beendet. "In anderen Bereichen entzieht sich das Unternehmen weiterhin den Tarifen." Lass nennt dabei beispielsweise die Bildredakteure, die durch Outsourcing aus dem Tarifbereich herausgenommen worden sind und ebenso hinein gehören wie die Onliner. "Und was ist mit den vielen freien Mitarbeitern, die einen Großteil der Arbeit in den Redaktionen machen und ohne die eine aktuelle Berichterstattung auch bei noch so modernem Content Desk nicht möglich ist?", fragt sie.

5. September 2014

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