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Bewerbung für Sitz in der Medienkommission der LfM

Bewerbung für Sitz in der Medienkommission der LfM

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

Premiere in der der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM): Die monatlich stattfindende Sitzung der Medienkommission war am 29. August erstmals öffentlich.  Im Juli hatte der Landtag in der Neufassung des Landesmediengesetz beschlossen, die Sitzungen des Gremiums von nun an stets der Öffentlichkeit zugänglich sein. "Bei vielen Beratungen und Entscheidungen können Bürgerinnen und Bürger zugegen sein", teilt die LfM mit.

In der aktuellen Sitzung gab es ein Gespräche mit Vertretern der ProSiebenSat.1 Media AG und von RTL über die Möglichkeit, ihre Programme in das digitalen Antennenfernsehen in NRW (DVB-T) einzuspeisen. Darüber hinaus hat die Medienkommission entschieden, die Nutzungserlaubnis für bestehende DAB+-Frequenzen für drei Hörfunkprogramme zu verlängern. Dies betrifft die Programme domradio (Veranstalter: Erzdiözese Köln e. V.) und Radio Impala (Veranstalter: Pleximedia GmbH, Berlin) im Rahmen eines laufenden Pilotprojekts. Die Verlängerungen gelten bis zum Ende des Projekts am 31. Dezember 2015. Die MEGA Radio Bayern GmbH (Augsburg) erhält darüber hinaus die Möglichkeit zur Verbreitung des Programms Mega Radio.

Die Medienkommission hat das Bewerbungsverfahren für einen zusätzlichen Sitz in dem Gremium eröffnet. Für das Mandat als Mitglied oder als stellvertretendes Mitglied können sich ab sofort medienpolitisch interessierte Bürgerinnen und Bürger bewerben. "Bewerbungen können bis zum 31. Oktober 2014 (Ausschlussfrist) bei der Medienkommission der LfM eingereicht werden. Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren sind in einer Bekanntmachung aufgeführt", teilt die LfM mit.

"Die Medienkommission ist neben dem Direktor das Beschluss-Organ der LfM. Sie setzt sich im Wesentlichen aus Vertretern gesellschaftlich relevanter Gruppen und Verbände zusammen. Sie tagt öffentlich und entscheidet für die Allgemeinheit unter anderem über Zulassungen von Rundfunkveranstaltern und über Projekte der LfM. Die Arbeit in der Medienkommission ist ehrenamtlich. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre." . . .  "Für die Amtszeit ab März 2015 wird die Anzahl auf 41 Mitglieder (plus Stellvertreter) erhöht. Ein Mitglied kann dabei nun die Medienkommission selbst bestimmen. Damit soll auch denjenigen Interessenten die Möglichkeit eröffnet werden, in der Kommission als Mitglied mitzuwirken, die nicht in einem Verband organisiert sind." Die dju als Berufsgruppe der Journalistinnen und Journalisten in der Gewerkschaft Ver.di erhält in der neuen Medienkommission einen Sitz mit Stimmrecht. Bisher stellte die dju mit Udo Milbret den Stellvertreter von Ulrike Kaiser (DJV).

29. August 2014