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Personalabbau beim Bonner General-Anzeiger

Personalabbau beim Bonner General-Anzeiger

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Der Bonner General-Anzeiger baut in großem Umfang Arbeitsplätze ab. Bis zum Ende des Jahres sollen 17 Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren. „Die wirtschaftliche Situation des Verlages zwingt zu Sparmaß- nahmen, um das Unternehmen zu retten“, so die Begründung des Unternehmens. Betroffen sind die Abteilungen Anzeigen, die Kundenbetreuung, das Team für Sonderveröffentlichungen, Vertrieb, Grafik und Abo-Service. Die in den von Schließung bedrohten Bereichen anfallenden Arbeiten, sollen an externe Dienstleister vergeben werden.

Unter den 17 betroffenen Mitarbeitern sind zwei Abteilungsleiter. Acht der Beschäftigten bekommen möglicherweise Änderungskün- digungen. Sie können eventuell im Betrieb bleiben. Die meisten der übrigen stehen ab Januar auf der Straße. „Es gilt als sicher das die Arbeiten der Online-Abteilung in die Redaktion übergehen werden. Dies führt zwangsläufig bei den Redakteurinnen und Redakteuren zu erheblichen Arbeitsverdichtungen. Die Belegschaft in Angst und Bange zu versetzen, bringt ein traditionsreiches Unternehmen nicht auf Erfolgskurs“, kritisiert ver.di-Gewerk- schaftssekretär Stephan Otten. Dass die Maßnahmen zu erheblichen Nachteilen für die verbleibenden Beschäftigten führt, liege auf der Hand.

Das Unternehmen hat bei der Schließung der Abteilungen die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates missachtet. Die Geschäftsführung hätte die gesetzlichen Informationsrechte nicht eingehalten, sagt Otten. Dabei wurden die jetzt verkündeten Änderungen von langer Hand vorbereitet. „Dass die Geschäfts- führung dabei nicht auf Augenhöhe mit den Beschäftigten und dem Betriebsrat spricht, ist ein Vertrauensbruch“, sagt er.

7. November 2014