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Gegen die Zerschlagung traditionsreicher Verlage

Gegen die Zerschlagung traditionsreicher Verlage

Ver.di-Bezirkskonferenz NRW-Süd

Während der Sitzung des höchsten Gremiums der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Bezirk NRW-Süd richteten die Delegierten eine Solidaritätsbotschaft an die Kolleginnen und Kollegen des Bonner General-Anzeigers, sowie ihre Kritik an die Verleger dieser Zeitung. Der folgende Text wurde einstimmig am Samstag, 8. November, während der Sitzung in Sankt Augustin beschlossen.

Keine Kündigungen beim Bonner General-Anzeiger

Die Bezirkskonferenz ver.di NRW-Süd fordert Hermann Neusser, Verleger des Bonner General-Anzeigers, auf, die am 3.November 2014 angekündigten Kündigungen von 17 Kolleginnen und Kollegen aus Verlag und Redaktion mit sofortiger Wirkung zurückzunehmen.

Keine Zerschlagung des Bonner General-Anzeiger

Der Bonner General-Anzeiger ist nicht nur die bedeutenste Zeitung der Region Bonn, sondern auch ein Medienunternehmen, in dem alle Beschäftigten gemeinsam daran arbeiten, die Bevölkerung der Region mit Nachrichten aus der Region und aus aller Welt zu versorgen. Egal ob die Zeitung gedruckt oder online ihrem Informationsauftrag nachkommt.

Ver.di-Bezirkskonferenz NRW-Süd am 8. November 2014 in Sankt Augustin Cay Kinzel Ver.di-Bezirkskonferenz NRW-Süd

Vertrauen erfordert Verantwortung

Die Leserinnen und Leser wollen ihren regionalen Tageszeitungen vertrauen können. Zeitungen aber entstehen in einem Haus, einem Verlag und nicht durch ein zersplittertes Konglumerat von "Servicegesellschaften"!

Gegen Outsourcing und Entlassungen

Outsourcing und Entlassungen führen immer zu Arbeitsverdichtung und sinkender Qualität der Zeitungen. Sowohl im redaktionellen, inhaltlichen Teil wie auch in der Produktion. Nur der Presseverlag und das verantwortungsbewusste verlegerische Handeln stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Daher fordert die Bezirkskonferenz der ver.di NRW-Süd die rheinischen Verleger Hermann Neusser (Bonner General-Anzeiger), Helmut Heinen (Bonner, RheinSieg und Kölnische Rundschau) und Alfred Neven DuMont (Express, Rhein-Sieg Anzeiger und Kölner Stadt-Anzeiger) auf, die Zerschlagung ihrer traditionsreichen Verlage in drittrangige Servicegesellschaften sofort zu stoppen und die alten Strukturen ihrer Verlags- und Druckhäuser wieder herzustellen.

gez. Volker Wenner, Pressesprecher

Ansprechpartner: Cay Kinzel, deutsche journalistinnen- und journalisten union dju OV Bonn Rhein Sieg, Tel. 0172-2507810

10. November 2014