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Zwei Studien über die Reichweite des Hörfunks

Zwei Studien über die Reichweite des Hörfunks

dju Landesfachgruppe Nordrhein-Westfalen

Radio NRW feiert sich als Marktführer im deutschen Hörfunk. Das Mantelprogramm der kommerziellen Lokalradios in Nordrhein-Westfalen steht erneut an der Spitze eines Reichweitenvergleichs der Radiosender, die von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) stammt. Interessanter als die Zahlenfriedhöfe ist aber die Zusammenstellung von Pressemitteilungen der einzelnen Sender. Applaus für die Radioszene, die sie gesammelt hat. Da kontert beispielsweise der öffentlich-rechtliche Rundfunk in NRW mit: "Die Mehrheit der Nordrhein-Westfalen hört ein WDR-Radio" oder "Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur weiter auf Erfolgskurs". Es werden die gleichen Zahlen einfach anders gelesen.

Am gleichen Tag wie der bundesweite Vergleich wurde auch die neueste Version der Elektronischen Medien-Analyse (E.M.A.) für die Hörfunksender in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Die E.M.A.-NRW wird im Auftrag des Verbandes der Betriebsgesellschaften der Lokalsender und von radio NRW (Oberhausen) durchgeführt, um Daten über die Reichweite der regionalen Radios zu gewinnen. Aus diesen Angaben werden dann Werbeeinnahmen des Rahmenprogramms auf die Sender verteilt.

Bei der Beurteilung der Zahlen gibt es dann ein ähnliches Bild, wie bei der Interpretation der nationalen Reichweiten - Sieger, wohin man schaut: "Radio Westfalica erneut Reichweiten-König in Nordrhein-Westfalen", "Quotensieger heißt Radio Köln" oder "Radio Erft räumt ab". Es geht aber auch ein wenig verhaltener: "Radio Berg bleibt weiter Spitzenreiter in seinem Sendegebiet", "Radio WMW bleibt Spitzenreiter" und "OWL-Lokalradios sind Marktführer in der Region".

4. März 2015