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Tageszeitungsredakteure streiken auch am 8. und 9. März

Tageszeitungsredakteure streiken auch am 8. und 9. März

dju Ostwestfalen-Lippe

Mehr als 1.000 Journalistinnen und Journalisten insgesamt, gut 150 davon in Ostwestfalen, sind heute (7. März) den Streikaufrufen der dju in ver.di und des DJV gefolgt. Redakteurinnen und Redakteure, Freie und Pauschalisten der Tageszeitungen Die Glocke, Haller Kreisblatt, Herforder Kreisblatt, Mindener Tageblatt,  Mindener Tageblatt Online/Service, Neue Westfälische, OWL-Online, Panorama-Verlag-& Werbeges., Vlothoer Anzeiger, Westfalen-Blatt sowie dem Zeitungsverlag für das Hochstift Paderborn trafen sich im "Bunten Haus" der Gewerkschaft ver.di. Dies waren deutlich mehr als bei den vergangenen Warnstreiks. Einmütig werden die Forderungen des Verlegerverbandes zurückgewiesen, die Gehaltskürzungen und schlechtere Arbeitsbedingungen zur Folge hätten.

Ebenso wie die Journalistinnen und Journalisten hatte die Gewerkschaft ver.di die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zeitungsherstellung der Neuen Westfälischen in der Druckerei Küster-Pressedruck zum Streik aufgerufen. Auch für die Beschäftigten in den Verlagen und in der Druckindustrie haben die Arbeitgeber nach Jahren des Reallohnverlusts und Zugeständnissen bei den Arbeitsbedingungen bisher völlig unzureichende Angebote gemacht.

Am Nachmittag wurden die Journalistinnen und Journalisten aus Ostwestfalen aufgerufen, für das gesamte Wochenende den Warnstreiks fortzusetzen. Sie sind eingeladen für Sonntag, 9. März, ab 11.30 Uhr zu einem Streik-Frühschuppen in die "Botschaft", Gaststätte im Ratscafé gegenüber vom Bielefelder Rathaus, Niederwall 12.

Was der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) unter dem Label „Tarifwerk der Zukunft“ vorgelegt habe, verdiene eher die Bezeichnung "Tarifwerk der Zumutungen": "Es gehört schon ein hohes Maß an Geringschätzung gegenüber den Beschäftigten dazu, zum Beispiel nach Krankheit über den Zeitraum der Lohnfortzahlung hinaus Urlaubstage streichen zu wollen – da wird die Realität des oftmals krank machenden Arbeitsdrucks in den Redaktionen ausgeblendet und die journalistische Arbeit auf einen reinen Kostenfaktor reduziert, der aus Sicht der Verleger dringend gesenkt werden muss", kritisiert der  Verhandlungsführer und stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke.

Die Verhandlungsgruppen treffen sich am Samstag, 8. März, um 12 Uhr im Hotel Grand Elysee, Rothenbaumchaussee 10, in Hamburg.

7. März 2014

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