dju OWL

Tageszeitungsredakteure streiken am Montag, 14. April

Tageszeitungsredakteure streiken am Montag, 14. April

dju Ostwestfalen-Lippe

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union (dju) in der Gewerkschaft ver.di rufen die Redakteurinnen, Redakteure sowie Volontärinnen, Volontäre und die freien Journalistinnen und Journalisten in den Unternehmen Die Glocke, Haller Kreisblatt, Herforder Kreisblatt, Mindener Tageblatt,  Mindener Tageblatt Online/Service, Neue Westfälische, OWL-Online, Panorama-Verlag-& Werbeges., Vlothoer Anzeiger, Westfalen-Blatt sowie dem Zeitungsverlag für das Hochstift Paderborn für Montag, 14. April, von 0 bis 24 Uhr zum Streik auf. Streiklokal ist das "Bunte Haus", Senner Hellweg 461, in Bielefeld. Die Versammlung beginnt um 11 Uhr.

Die Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gefordern Kürzungen von Leistungen im Manteltarifvertrag (MTV) bei Urlaubsgeld, Jahresleistung und Urlaubsdaue. Zugleich haben die Arbeitgeber zahlreiche redaktionelle Tätigkeiten in Tochterfirmen ausgelagert, mit denen sie den geltenden Tarifvertrag zu umgehen versuchen. Die Gewerkschaften der Redakteure fordern, diese ausgelagerten neuen Redaktionen in die Geltungsbereiche der Tarifverträge zu integrieren, gleichgültig ob externe Onlineredaktion oder Redaktionsgesellschaft.

Zugleich wird gefordert, die seit Jahren im besten Falle stagnierenden Pauschalen für Freie in Reaktionsdiensten oder in Reporter-Diensten deutlich anzuheben. Für die fest angestellten Journalisten wird ein Inflationsausgleich mit einem kleinen Plus gefordert. Die Einkommen der Tageszeitungsjournalisten sinken inflationsbereinigt und im Vergleich zu den Löhnen anderer Wirtschaftsbereiche seit mehr als zehn Jahren. Der Gehaltstarifvertrag ist seit Sommer vergangenen Jahres gekündigt. Seitdem wird -  bisher erfolglos - verhandelt.

Am nächsten Donnerstag, 17. April, gibt es eine weitere Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung der Tageszeitungsredakteure. Im Vorfeld wird es auch in Ostwestfalen zu Warnstreiks kommen. Der Druck gegenüber den Arbeitgebern muss hoch gehalten werden, damit es zu einem Einlenken und damit zu einem akzeptablen Abschluss kommt.

Die dju in Verdi hat ankündigt, ihre Mitglieder über ein Ergebnis der Verhandlungen abstimmen zu lassen. Außerdem kündigt die dju an, dass sie gegebenenfalls ihre Mitglieder über ein eventuell nach Bundesländern differenziertes Verhandlungsergebnis ebenfalls abstimmen lassen will.

13. April 2014

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