dju OWL

Neuer Vorstand der dju OWL

Neuer Vorstand der dju OWL

dju Ostwestfalen-Lippe

Frank Bell (Neue Westfälische) ist einstimmig als Vorsitzender der dju-Ostwestfalen-Lippe wiedergewählt worden, ebenso Detlef Hans Serowy (Haller Kreisblatt) und Christiane Gerner (Freie) als Stellvertreter. Dem Bezirksvorstand gehören als Beisitzer weiterhin an: Volker Wassum (Die Glocke), Jeanette Salzmann (NW), Jörg Wehling (Mindener Tageblatt), Arno Ley (NW). Neu im Vorstand sind Miriam Scharlibbe (NW/Jugend) und Ralf Ossenbrink (Bielefelder Verlag).  

Corina Lass wurde vorgeschlagen für den geschäftsführenden dju-Landesvorstand. Ihr Stellvertreter soll Frank Bell werden.  

Nominiert für die  Bundestarifkommission sind Corina Lass (Vertreterin: Jeanette Salzmann) und Detlef Hans Serowy (Stellvertreter: Frank Bell). Für das Jugendmandat im dju-Bundesvorstand ist Miriam Scharlibbe vorgeschlagen.  

Festere Strukturen

Auf eine insgesamt erfolgreiche Arbeit seit 2012 blickte Frank Bell in seinem Rechenschaftsbericht zurück. Nach mehreren Jahren Arbeit ohne Vorstand, die durch gute Vernetzung der Mitglieder und Unterstützung durch die Hauptamtlichen Martina Schu und Dirk Toepper gelang, reifte 2012 der Wunsch nach festeren Strukturen. Ausschlaggebend war die Absicht, nach den erfolgreichen Tarifauseinandersetzungen 2004 und 2011 die Arbeit auf eine gemeinsame, von mehreren getragene Basis zu stellen.

Ein weiterer Auslöser war die Teilnahme von Arno Ley, Corina Lass und Frank Bell an einer Schulung für den gewerkschaftlichen Internet-Auftritt. Arno ist es danach zu verdanken, dass das dju-Profil im Internet überhaupt wieder erkennbar wurde. Er stellt neue Meldungen auf diese OWL-Seite, bedient aber auch die dju-Landesseite mit. Gleichzeitig sorgen Corina und Frank für die Verlinkung zu anderen Gewerkschaftsseiten und Facebook.  

Gemeinsame Streikleitung

Das Profil der dju wurde auch dadurch weiter geschärft, dass unsere Arbeit im Tarifkampf häufiger Thema in Fernsehen (WDR) und Hörfunk (Lokalradios, WDR) war. Ein wesentlicher Teil der Arbeit war in den Tarifauseinandersetzungen 2011 und 2013 zu bewältigen, vor allem in Zusammenarbeit mit der ver.di-Geschäftsstelle die Organisation der Streikaktionen und deren Darstellung in der Öffentlichkeit. Die bisher schon gute Zusammenarbeit mit dem DJV wurde weiter intensiviert, etwa in den Sitzungen der gemeinsamen Streikleitung.  

Die meisten Bezirksvorstandsmitglieder sind gleichzeitig in ihren Unternehmen stark in der Betriebsratsarbeit tätig. Durch die seitens des NW-Betriebsrates vorangetriebene Arbeitsgemeinschaft der OWL-Tageszeitungsbetriebsräte wurde die Verzahnung zwischen dju und den Betriebsräten verbessert, was sich auch in den Tarifauseinandersetzungen bemerkbar machte.  

Zerrissene Mäntel

Der dju-Bezirksvorstand hat außerdem "Entwicklungshilfe" geleistet, bei etlichen Zeitungsverlagen zum Beispiel in der Frage der Arbeitszeiterfassung in den Redaktionen, oder beim dju-Landesverband Niedersachsen in Hannover mit Anregungen und tatkräftiger Unterstützung bei Aktionen im vergangenen Tarifkampf. Erinnert sei hier an die Paketaktion, bei der Verhandlungsführer Wallraf und die niedersächsischen Verleger Kartons mit symbolisch zerrissenen Mänteln und bösen Briefen direkt in die Tarifverhandlungen bekamen. Eine Aktion, die wir später auch in OWL wiederholt haben.  

Bundesweite Aufmerksamkeit erhielt die dju im Bezirk OWL auch durch die Umfrage unter den fast 400 in OWL für Tageszeitung tätigen Kolleginnen und Kollegen. 

Neue Formen des Streiks

Ein weiteres sehr arbeitsintensives Projekt war die Zusammenstellung der Dokumentation "Neue Formen des Streiks in der Tarifrunde 2010/2011 für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen" samt Benutzungsleitfaden für kommende Kämpfe. "Diese Broschüre kann sich sehen lassen und natürlich auch von anderen Fachbereichen für ihre Zwecke benutzt werden", sagte Bell.  

"Die dju OWL ist wieder zu einer festen Größe im Land und im Bund geworden. Wir haben hier in den beiden vergangenen Tarifkämpfen bundesweit Zeichen gesetzt durch effektive und zielgerichtete Arbeit." Dass dies so bleibe, dafür stehe der neue Vorstand in den kommenden vier Jahren, betonte Bell.

27. August 2014

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